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Sozialpädagogisch betreutes Wohnen am Wittensteinweg

Ein weiteres Angebot zur Verselbstständigung bietet die betreute Wohngemeinschaft im Wittensteinweg, in der drei junge Erwachsene leben, die sich im Phasenmodell der Jugendwohngemeinschaft soweit bewährt haben, dass sie weiter verselbstständigt werden können.

Für das betreute Wohnen kommen vor allem Jugendliche bzw. junge Heranwachsende in Frage, die in der Grabbe-WG erfolgreich die dritte bzw. vierte Phase abgeschlossen haben, bereits durch die Jugendhilfe vollstationär betreut werden und bei denen aufgrund von Stagnation oder neuer Perspektivplanung durch die Hilfeplanung nach §36 SGB VIII ein Wechsel in eine solche Wohnform angezeigt ist. Voraussetzung ist, dass sie das Ziel verfolgen, eigenverantwortlich in der eigenen Wohnung zu leben und aufgrund ihres Alters oder ihrer Biographie nicht für ein vollstationäres Zusammenleben mit anderen jungen Menschen in Frage kommen. Es ist wichtig, dass sie bereits über gewisse Alltagskompetenzen verfügen, aber in ihrer Persönlichkeit und ihrer Zielfindung bezüglich persönlicher und beruflicher Perspektiven langfristige Unterstützung benötigen.

Die Grundlagen des Zusammenlebens in dieser Maßnahme werden durch die Hausordnung geregelt. Die Bewohner/innen verpflichten sich, diese einzuhalten. Die Ausgestaltung der Hilfe richtet sich individuell nach Bedürfnis und Bedarf der jungen Menschen sowie den Absprachen der Hilfeplanung. Schwerpunkte der Betreuung liegen vor allem in der Verselbständigung. Hierzu ist es wichtig, eine tragfähige und vertrauensvolle Beziehung aufzubauen, die von respektvollem Umgang geprägt ist, die transparent und klar die jungen Menschen ernst nimmt und sie konsequent bei der Umsetzung von Absprachen und Zielplanungen unterstützt.

Um diese tragfähige Beziehung aufbauen zu können, ist es unerlässlich, die Haltung und die persönliche Lebensplanung der jungen Menschen ernst zu nehmen und im Rahmen rechtlicher Bestimmungen und Vorgaben zu helfen, diese zu verwirklichen. Wichtige Grundlagen der Hilfe stellen die Freiwilligkeit und die Mitarbeit an Zielen und Absprachen dar. Um auch hier transparent und klar arbeiten zu können, wird mit den Bewohner/innen ein Wochenplan erarbeitet. Eine weitere Basis der Zusammenarbeit bildet die Lebensweltorientierung der Jugendlichen/jungen Erwachsenen und die Grundhaltung der Akzeptanz gegenüber den Haltungen und Lebenseinstellungen unserer Bewohner/innen.

Im Zentrum der methodischen Arbeit dieser Trainingseinheiten zur Verselbständigung stehen die Vermittlung von Eigeninitiative und das selbständige Mitarbeiten an den Arbeitsaufträgen durch die Bewohner/innen. Die Ergebnisse werden zusammen mit den Bewohner/nnen im Wochenplan reflektiert, im Betreuerteam evaluiert und bei Bedarf weiterentwickelt bzw. angepasst.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der ambulanten Betreuung in der eigenen Wohnung in Form von Fachleistungsstunden durch Mitarbeiter/innen der Grabbe Jugendwohngemeinschaft.