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Mehr Partizipation: Schülerparlament nimmt Arbeit auf

Partizipation, Mitbestimmung und Mitgestaltung der Kinder und Jugendlichen stellen in den Internaten Gut Böddeken, Schloss Varenholz sowie der Grabbe-Jugendwohngemeinschaft Detmold schon lange wichtige Bausteine des pädagogischen Alltages dar. So haben die Schüler z. B. in Gremien wie der Internatsschülervertretung oder dem Klassenrat, aber auch über gewählte Vertreter wie die Gruppen- oder Klassensprecher die Möglichkeit, ihre Interessen zu vertreten und aktiv am Internats- und Schulgeschehen mitzuwirken.

Um den Kindern und Jugendlichen ein weiteres Instrument zur Partizipation an die Hand zu geben, wurde nun ein Schülerparlament mit gewählten Vertretern aus der Schülerschaft der drei Einrichtungen ins Leben gerufen. Peter Greitemann, Internatsleiter des Grabbe-Internates Schloss Varenholz und Mitglied des Arbeitskreises "Partizipation", ist einer der Urheber des neuen Schülerparlaments. "Die Schüler wollen beachtet und ernst genommen werden mit ihren Wünschen und Problemen. Durch das neue Gremium bieten wir ihnen eine weitere Möglichkeit, sich einzubringen und mitzubestimmen.", fasst Peter Greitemann seine Erwartungen an das Schülerparlament zusammen.

Zur ersten konstituierenden Sitzung trafen sich im Internat Gut Böddeken 8 Schüler aus Schloss Varenholz, 6 aus Gut Böddeken und 2 aus der Grabbe-Jugendwohngemeinschaft, um sich erstmalig mit dem Thema Partizipation auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Erfahrungen die Schüler bisher in ihren Internatsgruppen im Hinblick auf Möglichkeiten der Mitbestimmung gemacht haben und in welchen Bereichen sie sich mehr Mitspracherecht erhoffen. So wünschte sich z. B. Gian-Luca, 10 Jahre, aus dem Internat Gut Böddeken "...,dass man abends länger aufbleiben und sich seinen Betreuer aussuchen darf.", während Marcel, 16jähriger Internatsschüler aus Schloss Varenholz, der Meinung war: "Mehr Mitbestimmung wäre gut, insbesondere bei der Freizeitgestaltung und den Reisezeilen bei Gruppen- oder Klassenfahrten." Weiter über den Tellerrand hinaus blickte Kevin Flint aus der Grabbe-Jugendwohngemeinschaft. Dem 17jährigen war es wichtig herauszustellen, "...dass die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Einrichtungen durch ein gemeinsames Schülerparlament verbessert werden kann. Durch die neue Gesetzeslage ist das Thema Mitbestimmung jetzt auch in der Öffentlichkeit bekannt und kann von Kindern und Jugendlichen per Gesetz eingefordert, ja sogar eingeklagt werden."

Eine neue gesetzliche Grundlage hat das Recht auf Partizipation nämlich durch Inkrafttreten des neuen Bundeskinderschutzgesetzes am 1. Januar 2012 erhalten. Das Gesetz soll den Kinderschutz in Deutschland deutlich verbessern. Hierzu zählt unter anderem auch die Verbindlichkeit fachlicher Standards, wie z. B. die Leitlinien zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

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